Kunst im Kloster

Neun Damen, drei Tage und ein Kloster. – Was kann da herauskommen?

Lustige, lange Ma(h)lzeiten, ein Dutzend Skizzen von Apfelbäumen, alten Gartentoren, krummen Wegen, zerfallenen Mauern und weiten Blicken über Felder und Dörfer, davon dann acht Druckplatten und letztendlich 34 Drucke. Welch ein Erfolg.

Das Kloster ist es ja gewohnt von kichernden und trotzdem ernsthaft arbeitenden jungen Menschen bevölkert und in jeder seiner Ecken abgezeichnet zu werden. Aber dass dann mal groß gewordene Exemplare dieser Menschen und sogar deren Mütter auftauchen und Kunstcamp spielen, fand es sicher schick.

Meeresgetier

Immer, wenn ich in meinem Urlaub das Meer gesehen habe, sehne ich mich schon am Tag der Heimkehr nach Wellenrauschen, salziger Brise und fangfrischem Fisch. Nach einem Angelurlaub in Norwegen fiel diese Nachurlaubsehnsucht besonders schmerzhaft aus und auf die Zeit der Bad-Renovierung. Das hatte zur Folge, dass seitdem blaue Fische und ein paar Angelurlaubsaquarelle die Bad-Wände schmücken. Wer auch gerade Lust auf Maritimes hat, kann ja nachsehen, wie die Fische entstanden sind.

Pinien

Leider geht jeder Urlaub irgendwann zu Ende. Aber ich will euch, die ihr ja vielleicht noch herrliche Urlaubstage vor euch habt, nicht schon an dieses Ende erinnern. Solltet ihr also gerade beim Packen sein und überlegen, ob ihr Stifte oder gar Malzeug diesmal doch mitnehmen solltet, um endlich mal wieder oder überhaupt das erste Mal, die herrliche südliche Landschaft festzuhalten, dann rufe ich euch ein „JAAA – pack alles ein!“ zu.

Und wenn dann doch wieder die Zweifel am eigenen Können kommen, rate ich euch, es zuerst mit Pinien zu versuchen. Die sind in ihrer Form so unterschiedlich und doch unverwechselbar, dass man nichts „falsch“ machen kann. Außerdem sind sie in vertikalen Größe ein so wunderbarer Kontrast zur horizontal vor euch liegenden Landschaft, dass die wichtige Bildspannung schon durch das Motiv gegeben ist. (Bildspannung erreicht ihr durch alle möglichen Gegensätze im Bild.)

Mich jedenfalls begeistern Pinien immer wieder. Ob mit Acryl-Farbe, Ölfarbe oder experimenteller mit Wachs auf Acryl – ihr werdet zufrieden mit euch sein.

Wäschepfahl

Hitze über Deutschland. Alle sehnen sich nach Temperaturen unter 30 Grad. Ich auch. Doch etwas Gutes hat die Hitze: Man kann der Wäsche beim Trocknen zusehen, falls man es neben der Wäsche aushält. Ich guck ihr nicht beim Trocknen zu, sondern hole lieber den Fotoapparat, um euch meine neuen Wäschepfähle zeigen zu können.

Die finde ich besonders schön, weil sie mich an die Wäscheplätze von früher erinnern. Anders ist nur, dass die Pfähle selbst damals aus Beton waren und nur die kleinen Rundhölzer wirklich aus Holz. Trotzdem waren die Betonpfähle Vorbild, für meine aus Lärchenholz, die in einem traditionellen Sägewerk zurechtgeschnitten wurden.

Vorratsdosen

Das Schrecklichste am Haushalt sind im Sommer die Obstfliegen. Kaum hat man sie besiegt und verlässt frohen Mutes für zwei Tage das Haus, empfangen sie einen freudig und in großer Zahl. Genau so wurde ich heute empfangen. Aber – als würde das noch nicht reichen – schubse ich bei der Jagd auf die Tierchen auch noch meine Kümmel-Vorratsdose vom Schrank. Kaputt!

Wenn ich Glück habe, kann ich sie aber ersetzen. Es waren nämlich keine echte  Flohmarkt-Rarität, wie ihr sie unten seht, sondern nur neu gekaufte. Mit wenig Aufwand habe ich aus diesen schlichten weißen Vorratsdosen wenigstens etwas historisch anmutende gebastelt. Natürlich kommen sie an ein Original nicht ran, aber praktisch sind sie allemal.

Kreidezeichnung I

Im letzten Kunstcamp, das wir jedes Jahr an unserer Schule durchführen, ging es um anatomisches Zeichnen. Nach anfänglichen Übungen wurde mit Pastellkreide auf getöntem Papier gearbeitet, wobei interessante Ergebnisse entstanden. Wer gern zeichnet, kann es ja mal ausprobieren.

Ich empfehle euch weiche Kreiden und dunkles, etwas raues Papier zu nehmen. An die Vorzeichnung tastet ihr euch mit lockeren zarten Linien in einem sehr hellen Ton heran. Falsche Linien einfach stehen lassen. Sie stören am Ende nicht oder verschwinden unter Farbflächen ohnehin. Legt den Radiergummi am besten gleich weit weg. Mit maximal drei ähnlichen Farben, die zum Motiv passen und vielleicht auch noch komplementär zum Papierton stehen, werden nun einzelne Bereiche getönt.